Seminarangebot:
Unterhaltsheranziehung gem. § 7 UVG ab 01.07.2017

Kennziffer 0118S050
Zielgruppe Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die neuen - als auch erfahrenen - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unterhaltsvorschussstellen, der Beistände sowie Rechts- und Prüfungsämter
Veranstaltungsort Greifswald
Termin 29.–30.01.2018
Referent/in Herr Ulrich Lammers

städtischer Verwaltungsdirektor a. D.

Teilnahmeentgelt 251,00 € pro Person
Fälligkeit nach Rechnungslegung
Anmeldeschluss 04.01.2018
Seminarinhalte
Die gesetzlichen Neuregelungen des Unterhaltsvorschussgesetzes treten rückwirkend ab 01.07.2017 in Kraft und stellen für die Unterhaltsvorschussstellen eine außerordentlich große Herausforderung dar. Die Begrenzung des Leistungsbezuges auf 72 Monate wurde aufgehoben. Darüber hinaus haben jetzt auch minderjährige Kinder ab dem 13. Lebensjahr bis zum Erreichen der Volljährigkeit
nach § 1 Abs. 1a UVG einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.

Mit der Flut der Neuanträge wird auch sehr schnell klar, welche neuen Fallkonstellationen und Anforderungen sich dadurch für die Unterhaltsheranziehung im Unterhaltsvorschuss ergeben. Als Folge, auch der personellen Neuausrichtung in den Unterhaltsvorschussstellen, ist es nun besonders wichtig, die unterhaltsrechtlichen Kenntnisse gerade der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Darüber hinaus ist wichtig aufzuzeigen, wie im Hinblick auf Steigerung der Rückholquote die Unterhaltsheranziehung ergebnisorientiert erfolgt. Entsprechend der Neuregelung des § 7a UVG sollen verwaltungsaufwendige und unwirtschaftliche Rückgriffsbemühungen vermieden, Abläufe zur Sicherung derzeit nicht realisierbarer Ansprüche optimiert und auch problematische Fallkonstellationen zielführend bearbeitet werden.
 
Inhalte:
 
♦ Voraussetzungen und Berechnung des Unterhaltsanspruches minderjähriger Kinder
die unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit – Einkommensermittlung aus abhängiger Beschäftigung und bei Selbständigen, Schuldenberücksichtigung, Wohnvorteil, Altersvorsorge und andere Absetzungen, Selbstbehalt und erhöhte Wohnkosten
gesteigerte Erwerbsobliegenheit und Berücksichtigung fiktiver Einkünfte beim Pflichtigen, Darlegungslast des Pflichtigen zur erhöhten Leistungspflicht (§ 6 UVG n. F.),
Berücksichtigung von Taschengeld- und Unterhaltsansprüchen beim Pflichtigen
Strategie zur effektiven Durchsetzung der öffentlich-rechtlichen und zivilrechtlichen Auskunftsansprüche – auch im gerichtlichen Verfahren
rückwirkende Heranziehung, Verjährung und Verwirkung
Auswirkungen des Anspruchsüberganges, Rückabtretung und Zusammenarbeit mit den Beiständen, Rechtsanwälten sowie dem Jobcenter als SGB II-Leistungsträger
gerichtliche Durchsetzung und Titulierung übergegangener Unterhaltsansprüche sowie effiziente Sicherung bei SGB II-Bezug und Einkommenslosigkeit des Schuldners, Abänderung bestehender Unterhaltstitel, Grundsätzliches bei Auslandsberührung
Realisierungsmöglichkeiten im Rahmen der Beitreibung und Zwangsvollstreckung, insbes. die Vermögensauskunft, Vorpfändung und bevorrechtigte Vollstreckung nach § 850d ZPO
 
Bitte bringen Sie mit: Taschenrechner, BGB, FamFG, UVG-Richtlinie sowie unterhaltsrechtliche     Leitlinie des zuständigen Oberlandesgerichtes
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Anmeldung zum Seminar

Seminardaten
Kenziffer: 0118S050
Thema: Unterhaltsheranziehung gem. § 7 UVG ab 01.07.2017
Termin: 29.–30.01.2018
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