Seminarangebot:
Immissionsschutz in der Bauleitplanung, Konfliktbewältigung in Gemengelagen

Kennziffer 0618B320
Zielgruppe Beschäftigte der Kommunalverwaltungen, die Bauleitpläne erstellen; Mitarbeitende der Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt sowie des Betriebes für Bau und Liegenschaften
Veranstaltungsort Schwerin
Termin 11.06.2018
Referent/in Herr Helmuth von Nicolai und Herr Dr.-Ing. Werner Klinge

Ministerialrat Helmuth von Nicolai
Ministerium für Energie, Infrastruktur u. Digitalisierung,
Referatsleiter „Rechtsangelegenheiten und Bergbau“

Dr.-Ing. Werner Klinge
Plan und Praxis GbR

Teilnahmeentgelt 269,00 € pro Person
Fälligkeit nach Rechnungslegung
Anmeldeschluss 23.05.2018
Seminarinhalte
Die Belastung unserer Umwelt durch schädliche Umwelteinwirkungen aufgrund des zunehmenden Verkehrs sowie durch Sportstätten, Strahlungen von Freileitungen und Geruchsimmissionen durch Intensivtierhaltung wird zunehmend kritischer von der Bevölkerung eingeschätzt. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung fühlen sich von Verkehrslärmimmissionen beeinträchtigt.
 
Der Gesetzgeber versucht durch ein umfangreiches Regelwerk von VDI-Richtlinien, DIN-Vorschriften, Verordnungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und EU-Richtlinien hierauf zu reagieren. Für die Bauleitplanung sind deshalb die Anforderungen zur Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung und zur Bewältigung von Immissionskonflikten erheblich gestiegen. Gleichzeitig wurde das planerische Instrumentarium zur Lösung von Immissionskonflikten durch die vielfältigen Gliederungsmöglichkeiten der Baunutzungsverordnung, Abstands- und Planungserlassen der Länder sowie Festsetzungen in Bebauungsplänen weiterentwickelt. Unabhängig hiervon gestaltet sich die Überplanung vorbelasteter Gebiete nach wie vor sehr schwierig. Diese Ausgangslage ist Anlass des Seminars.
 
Ziel des Seminars ist es, die fachlichen Anforderungen und Rechtsgrundlagen zum Immissionsschutz in der Bauleitplanung aufzuzeigen und die Bedeutung der einschlägigen Regelwerke für die Abwägung darzulegen. Anhand von Fallbeispielen werden für unterschiedliche Fallkonstellationen – Gemengelagen, heranrückende Wohnbebauung, Großtierhaltung, Elektrosmog, Luftbelastungsgebiete, Verkehrslärm an Hauptverkehrsstraßen - die Möglichkeiten und Grenzen der Konfliktbewältigung durch Festsetzungen im Bebauungsplan beleuchtet. Neben der planerischen Konfliktbewältigung durch den Einsatz der Instrumente des BauGB und der BauNVO geht es auch insbesondere um den Vollzug immissionsschutzrechtlicher Festsetzungen. Ebenfalls diskutiert wird der zulässige Konflikttransfer auf nachfolgende Genehmigungsverfahren.
 
Inhalte:
 
♦ Anforderungen und Rechtsgrundlagen zum Immissionsschutz in der Bauleitplanung
   • BauGB, BauNVO, LBauO, BImSchG, UVPG, Rechtsprechung, Erlasse
Grenzen des Immissionsschutzes in der Bauleitplanung
   • Gebot der Konfliktbewältigung, Konflikttransfer, Instrumentarium des BauGB, der BauNVO, des BImSchG
Besondere Anforderungen in Gemengelagen
   • modifizierte Anforderungen an die Konfliktbewältigung in Gemengelagen
Mindestanforderungen an Festsetzungen im Bebauungsplan
Schallschutz in der Bauleitplanung
   • aktive und passive Maßnahmen zum Schallschutz in der Bauleitplanung
   • Gliederung von Baugebieten, flächenbezogener Schallleistungspegel, Zaunwerte
Luftverunreinigungen
   • Verbot der Verwendung bestimmter luftverunreinigender Stoffe, Beschränkung der Verwendung bestimmter luftverunreinigender Stoffe
Geruchsimmissionen
   • VDI 3471, VDI 3472
Sonstige Immissionen
   • Lichtimmissionen, Strahlungen, Erschütterungen
Weitere Beispiele aus dem Teilnehmerkreis
 
 
Bitte bringen Sie mit: BauGB
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Anmeldung zum Seminar

Seminardaten
Kenziffer: 0618B320
Thema: Immissionsschutz in der Bauleitplanung, Konfliktbewältigung in Gemengelagen
Termin: 11.06.2018
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