Seminarangebot:
Workshop: Verfolgung des Unterhaltsanspruches – Vollstreckung und Verbraucherinsolvenzverfahren

Kennziffer 0319S070
Zielgruppe Fachkräfte, die den Unterhaltsanspruch geltend machen und Fachkräfte der Unterhaltsvorschusskassen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich
Veranstaltungsort Greifswald
Termin 13.–14.03.2019
Referent/in Frau Evelyn Runge

Dipl.-Verwaltungswirtin a.D., ehem. Stadt Bochum, Jugendamt

Teilnahmeentgelt 285,00 € pro Person
Fälligkeit nach Rechnungslegung
Anmeldeschluss 13.02.2019
Seminarinhalte
Wenn der unterhaltspflichtige Elternteil den Unterhalt nicht freiwillig zahlt, müssen Einnahmen durch die Zwangsvollstreckung erzielt werden. Für die Unterhaltsvorschusskassen wird die Rückgriffquote im Unterhaltsvorschuss von allen Unterhaltsvorschusskassen aus dem Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen eines Haushaltsjahres ermittelt. Auch hier spielt die Zwangsvollstreckung eine wesentliche Rolle. Effektive und ideenreiche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen führen gezielt zu einer Erhöhung der Einnahmen.
 
In diesem Seminar vermittelt Ihnen die Referentin einen umfangreichen Einblick in das rechtliche Wissen für die Zwangsvollstreckung und die einzelnen Vollstreckungsmöglichkeiten. Sie können Ihre Fachkompetenz im Umgang mit den Beteiligten – dem unterhaltspflichtigen Elternteil – dem Drittschuldner – dem Rechtsanwalt/der Rechtsanwältin – dem Rechtspfleger/der Rechtspflegerin – vertiefen und erweitern.
 
Für alle, die die Unterhaltsansprüche minderjähriger Kinder bis zu deren Volljährigkeit geltend machen, ist es wichtig und gut zu wissen, was mit dem Unterhaltsanspruch im Verbraucherinsolvenz- und im Restschuldbefreiungsverfahren passiert. In diesem Seminar geht es auch um die Frage der unterhaltsrechtlichen Pflicht zur Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens.
 
• Welche Auswirkungen hat die Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens auf den Unterhaltsanspruch?
Wann ist eine Forderung von der Restschuldbefreiung ausgenommen?
Wann ist ein Versagungsantrag angezeigt?
 
Der Ablauf des Insolvenzverfahrens und des Restschuldbefreiungsverfahrens unter besonderer Berücksichtigung des Unterhaltsanspruchs und der Unterhaltsforderungen – auch beim beim Unterhaltsvorschuss - werden behandelt.
 
 
Inhalte:
 
Tag 1 – die Zwangsvollstreckung von Unterhaltsforderungen
Die Vollstreckung des (gemäß § 7 UVG übergegangenen) Unterhaltsanspruchs
 
♦ die Rechtsnachfolgeklausel: Umschreibung von Unterhaltstiteln
♦ Verfahrensgrundsätze der Zwangsvollstreckung
   ≈ die Position des Gläubigers
   ≈ Vollstreckungsvoraussetzungen
Vollstreckungsarten
   ≈ Vermögensauskunft, Sachpfändung und Auskunftsbefugnisse des Gerichtsvollziehers
   ≈ Pfändung und Überweisung einer Geldforderung
einzelne Vollstreckungsmaßnahmen
   ≈ Lohnpfändung – die privilegierte Pfändung nach § 850 d ZPO
   ≈ Vollstreckung bei Strafgefangenen
   ≈ verschleiertes Arbeitseinkommen
   ≈ Pflicht-Formulare
Rechtsbehelf
Pfändung während eines Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahrens
aktuelle Rechtsprechung
 
Tag 2:
Der Unterhaltsanspruch im Verbraucherinsolvenz- und im Restschuldbefreiungsverfahren
 
Einführung in das Insolvenzverfahren
   ≈ Abgrenzung des Regelinsolvenzverfahrens vom Verbraucherinsolvenzverfahren
   ≈ Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens
   ≈ Neuregelungen bei der Verbraucherinsolvenz seit dem 01.07.2014
   ≈ Anmeldung der Forderung (Unterhaltsrückstand)
   ≈ Anmeldung als von der Restschuldbefreiung ausgenommene Forderungen nach § 302 InsO
   ≈ die Insolvenzmasse
   ≈ Obliegenheiten des Insolvenzschuldners
Wohlverhaltensphase
   ≈ Obliegenheiten
   ≈ Versagungsanträge
Unterhaltsforderungen in der Restschuldbefreiung
   ≈ Neugläubiger
   ≈ Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
   ≈ Aufrechnungen nach § 226 AO
Zwangsvollstreckung im Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren
   ≈ Einzelzwangsvollstreckung
   ≈ Sicherungsmaßnahmen
   ≈ Rückschlagsperre
   ≈ inkongruente Deckung
   ≈ Besonderheiten bei der Lohnpfändung
   ≈ Versagung der Restschuldbefreiung
aktuelle Rechtsprechung, Besprechung von Fällen und Diskussion
 
Zu dem Seminar gehört ein umfangreiches Skript. Ihre Fragen greift die Dozentin gern auf und behandelt sie noch im Seminar.
Download Seminarangebot als PDF

 

Anmeldung zum Seminar

Seminardaten
Kenziffer: 0319S070
Thema: Workshop: Verfolgung des Unterhaltsanspruches – Vollstreckung und Verbraucherinsolvenzverfahren
Termin: 13.–14.03.2019
Absender
Verwaltung:
Straße / Nr.:
Plz / Ort
Ansprechpartner
Ansprechpartner/in:
Telefon:
E-Mail*: *
Fax:
Teilnehmer
 
Name, VornameFachgebiet
* Pflichtfeld
Die Geschäftsbedingungen des Kommunalen Studieninstitutes Mecklenburg-Vorpommern habe ich zur Kenntnis genommen und akzeptiert.
Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter Service.