Seminarangebot:
SGB VIII – WIJU - Berechnung von Kostenbeiträgen für teil- und vollstationäre Leistungen sowie vorläufige Maßnahmen – §§ 91 ff SGB VIII

Kennziffer 0920S170
Zielgruppe Mitarbeiter von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe
Veranstaltungsort Rostock
Termin 07.–08.09.2020
Referent/in Frau Tanja Stiller

Rechtsanwältin sowie Consultant bei www.baetzconsultingug.de

Teilnahmeentgelt 294,00 € pro Person
Fälligkeit nach Rechnungslegung
Anmeldeschluss 10.08.2020
Seminarinhalte
Artikel 6 Abs. 2 GG garantiert den Eltern das natürliche Recht und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Er legt die Verantwortung zur Überwachung der ordnungsgemäßen Wahrnehmung dieser elterlichen Pflichten in die Hände des Staates. Der verfassungsrechtliche Auftrag des Staates wird im „Besonderen Verwaltungsrecht“, hier in § 1 Abs. 2 SGB VIII, wiederholt. § 1 Abs. 1 SGB VIII gibt zudem jedem jungen Menschen auch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Adressaten zur Einforderung dieses Rechts sind seine Eltern und der Staat.
 
Leider sind nicht alle Eltern in der Lage, ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag nachzukommen. In diesen Fällen hat der Staat, insbesondere mit den in der Exekutive verankerten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, das verantwortungsvolle „Wächteramt“. So kommt es auch zu teil- und vollstationären Leistungen und zu vorläufigen Maßnahmen der Leistungserbringer, finanziert von den zuständigen Leistungsträgern. Das in § 1 Abs. 1 Satz 1 SGB I aufgenommene Ziel des Sozialgesetzbuches, zur sozialen Gerechtigkeit beizutragen, gebietet es, von Leistungspflichtigen und Leistungsfähigen eine, ihrer individuellen, wirtschaftlichen Stärke entsprechende Kostenbeteiligung zu verlangen. 
 
Die Berechnung der angemessenen Kostenbeteiligung (Kostenbeiträge) erfordert spezifisches Fachwissen, Einfühlungsvermögen und gewisse juristische Affinitäten. Sie ist nicht einfach und auch eine noch so ausgefeilte Software vermag die Kompetenzen der Mitarbeiter bei den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zur Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe und zur pflichtgemäßen Ausübung von Ermessen nicht zu ersetzen. Dazu ist vielmehr eine stetige, stets auf der Höhe der Zeit stehende, Fortbildung nötig.
 
Die Praxis hat viele Fragen. Innerhalb dieses Seminars werden richtige Antworten geliefert.
 
 
Inhalte:
 
♦ Anwendungsbereich des § 91 SGB VIII, incl. der Ausdehnung auf die Annexleistungen, und das Vorleistungsprinzip
 
Ausgestaltung der Heranziehung zu Kostenbeiträgen nach § 92 SGB VIII
   • Kostenbeitragspflichtige
   • Heranziehung aus Vermögen junger Volljähriger
   • Erlass / Änderung / Aufhebung eines Kostenbeitragsbescheids
   • Beginn der Kostenbeitragspflicht
   • Mitteilung über die Kostenbeitragspflicht
   • Heranziehungsverbote / Härtefallreglungen
 
Berechnung des Einkommens nach § 93 SGB VIII
   • Einkommen, Absetzbeträge, Abzugsbeträge und Sonstiges
 
Umfang der Heranziehung nach § 94 SGB VIII
   • Berechnung des Kostenbeitrages im Allgemeinen
   • Berücksichtigung der Ansprüche von weiteren Unterhaltsberechtigten Berücksichtigung von Kindergeld
   • Berücksichtigung von tatsächlichen Betreuungsleistungen
   • Kostenbeitragsverordnung und Kostenbeitragstabellen
   • Besonderheiten bei vollstationären Leistungen
 
Auskunftspflichten nach § 97a SGB VIII
 
 
Bitte bringen Sie mit: Aktuelle Texte SGB VIII, IX und XII
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Anmeldung zum Seminar

Seminardaten
Kenziffer: 0920S170
Thema: SGB VIII – WIJU - Berechnung von Kostenbeiträgen für teil- und vollstationäre Leistungen sowie vorläufige Maßnahmen – §§ 91 ff SGB VIII
Termin: 07.–08.09.2020
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